Warum Implantate?

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Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel.

Zahnimplantate dienen dem im Prinzip dem Ersatz von fehlenden Zähnen. Das heisst, dass ein Implantat die Rolle eines Zahnes übernehmen kann, zum Beispiel durch Versorgung mit einer Krone oder als Anker für eine Prothese.

Wenn man es genau nimmt, ist das Implantat aber eigentlich nur der Anteil, der im Kieferknochen verankert wird. Den in die Mundhöhle ragenden Teil nennt man Implantataufbau; er wird mit herkömmlichen Zahnersatz verbunden.

Zahnimplantate werden seit mehr als 40 Jahren eingesetzt. Aufgrund der wissenschaftlichen Ergebnisse ist die Implantologie 1982 von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilhunde (DGZMK) als gesicherte Therapieform anerkannt worden. Im Jahr 2008 wurden etwa 500.000 Patienten mit über 1.000.000 Implantaten versorgt.

Die wichtigsten Vorteile von Implantaten sind:

  • Sie ersetzen verlorengegangene Zähne
  • Sie ermöglichen einen festen Prothesenhalt
  • Sie schonen die eigenen Zähne
  • Sie schützen vor Knochenabbau (Atrophie)
  • Sie gelten als sichere Behandlungsmethode mit guter Prognose.

Beispiel Totalprothese: dieser Zahnersatz nach dem Pömpel-Prinzip ist häufig nur ein schlechter Kompromiß, an den man sich aus Zwang gewöhnt. Implantate bringen den Luxus und das Wohlgefühl fester Zähne zurück.

Kommentar von Frau H.N. aus N. "Mit meiner unteren Prothese hatte ich sehr große Schwierigkeiten. Vor sechs Jahren sind die letzten zwei Zähne gezogen worden. Bis dahin ging es mit der Unterkieferprothese eigentlich noch ganz gut. Aber dann konnten die Zähne nicht mehr länger erhalten werden, und ich bekam eine Totalprothese. Im Oberkiefer habe ich schon seit zwölf Jahren eine Totalprothese, an die ich mich eigentlich auch problemlos gewöhnt habe. So habe ich dann auch im Unterkiefer keine Schwierigkeiten erwartet. Es kam dann ganz anders. Von Anfang an gab es nur Probleme. Ich hatte Schmerzen, eine Druckstelle nach der anderen, die Prothese saß nicht fest, ich konnte damit überhaupt nicht essen und beim Sprechen und Lachen habe ich sie ein paar Mal fast verloren. Schließlich habe ich mich fast nicht mehr getraut, richtig zu lachen und konnte nur noch weiche, kleingemachte Speisen zu mir nehmen. Der Zahnarzt hat alles mögliche versucht und innerhalb der ersten vier Jahre drei neue Prothesen gemacht. Vor zwei Jahren hat mir eine Freundin dann einen Zeitungsausschnitt über Implantate gegeben. Damit bin ich dann wieder zu meinem Zahnarzt gegangen, um zu fragen, ob das etwas für mich sein könnte. Er hat mich dann zu einem Kollegen überwiesen, weil er selbst nicht implantiert. Der Kollege hat mir zwei Implantate in den Unterkiefer gesetzt. Seither sitzt die Prothese wieder prima fest und ich kann wieder alles tun, ohne dass ich Angst haben muss, die Prothese zu verlieren. Ich kann jetzt auch wieder harte Sachen essen. Beim Kauen kann ich mehr Kraft ausüben, weil die Prothese sich nicht mehr im Mund bewegt." Diese Geschichte ist sehr typisch für viele Patienten mit einer Totalprothese.

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